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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Ungarische Literatur und Kultur

Publikationen

Berliner Beiträge zur Hungarologie

Die "Berliner Beiträge zur Hungarologie" (BBH) sind die Schriftenreihe des Fachgebietes Ungarische Literatur und Kultur der Humboldt-Universität zu Berlin. 

In ihr erscheinen literatur- und sprachwissenschaftliche Beiträge mit Ungarnbezug.

Seit 2010 (Band 15) werden die BBH auch online publiziert, aus den älteren Bänden stehen ausgewählte Aufsätze elektronisch zur Verfügung.

 

 

Andere Publikationen

Tamás Görbe; Hajnalka Halász; Rita Hegedűs; Csongor Lőrincz (Hg.): Übersetzungsereignisse: Kultur, Wissenschaft, Geschichte. 100 Jahre Hungarologie in Berlin. Wien: Praesens, 2018.

Forschung und Lehre zur ungarischen Kultur bilden seit der Gründung des Ungarischen Lehrstuhls 1916 an der Friedrich-Wilhelms-Universität, der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin, einen festen Bestandteil der deutschen Forschungslandschaft.

In diesem Sammelband beleuchten Literatur- und Sprachwissenschaftler/innen und Historiker/innen aus Deutschland und Ungarn schlaglichtartig, was und unter welchen Umständen die ungarnbezogenen Disziplinen in Deutschland in mehr als einem Jahrhundert geleistet haben.  Gleichzeitig bieten die Verfasser/innen in exemplarischen Analysen einen Einblick in die kulturwissenschaftlichen und hermeneutischen Grundlagen der Hungarologie, behandeln Akteure und Institutionen, wissenschaftliche Leistungen und Netzwerke, klären kulturhistorische Hintergründe sowie Begrifflichkeiten und zeigen somit an, was aktuelle hungarologische Forschung fokussieren könnte und sollte: Ereignisse der Übersetzung, der Übertragung und des kulturellen Transfers.

 

Hajnalka Halász: Differenzen des Sprachdenkens. Jakobson, Luhmann, Humboldt, Gadamer und Heidegger. Bielefeld: transcript, 2017. [Inhalt & Vorwort]

Die Kehrseite der verschiedenen »Wenden« in den Geisteswissenschaften ist eine symptomatische Abwendung von der Problematik der Sprache. Dies zeugt auf eine negative Weise davon, dass die Sprache auch heute nicht aufgehört hat, das Denken zu provozieren.
Durch eine aufmerksame Lektüre philosophischer Texte (von Wilhelm von Humboldt, Roman Jakobson, Niklas Luhmann, Hans-Georg Gadamer und Martin Heidegger) demonstriert Hajnalka Halász, wie die Hinwendung zu Fragen nach der Sprache zugleich radikal Begriffs- und Denksysteme in Frage stellt, auf welche unter anderem Theorien der Kunst, der Literatur, der Kultur, der Medialität und der Gesellschaft aufbauen.

 

Zeugnisgaben der LiteraturCsongor Lőrincz: Zeugnisgaben der Literatur. Zeugenschaft und Fiktion als sprachliche Ereignisse. Bielefeld: transcript, 2016. [Inhalt & Einleitung]

Wie lässt sich Literatur als eine Unterart der Zeugenschaft begreifen, wie ist das Zeugnis konstitutiv auf die Fiktion angewiesen?

Csongor Lörincz widmet sich dem Zusammenhang von Zeugenschaft und Literatur grundlegend unter sprach-, text- und lesenstheoretischer Perspektive. Systematisch – und zugleich auch komparativ – untersucht er anhand literarischer Beispiele mit prägnanten textuellen und referentiellen Merkmalen (z.B. Hölderlin, Kleist, Sebald, Kosztolányi, Nádas, Esterházy) Fiktion und Zeugnis als sprachliche Geschehen.
Es zeigt sich: Der »Mensch« selbst ist ein Koprodukt von Geschichte und Sprache (Medialität).

 

Csongor Lőrincz (Hg.): Wissen – Vermittlung – Moderne. Studien zu den ungarischen Geistes- und Kulturwissenschaften um 1900. Böhlau, 2016. [Inhalt]

In der Wissensproduktion der Habsburger-Monarchie spielte das damalige Ungarn eine besondere Rolle. Zahlreiche ungarische Gelehrte haben in der Zeit um 1900 in den geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen innovative Leistungen erbracht, die in vielen Fällen der internationalen Forschung weiterführende Impulse gegeben haben. Die Autoren des vorliegenden, interdisziplinären Bandes gehen der Leitfrage nach, wie in diesem Diskursraum kulturelle Vermittlung, Kulturtechniken bzw. Medialität reflektiert wurden – von der Wahrnehmungslehre über Reflexionen der modernen Historizität bis hin zu Fragen der regionalen Ideengeschichte. Allesamt Beiträge zu einer Archäologie der europäischen Moderne.

 

Tamás Görbe / Rita Hegedűs (Hg.): Small Language, what now?: The Theory and Practice of Functional Linguistics in Teaching ƒ„Minor“ Languages (Studies on Language and Culture in Central and Eastern Europe, Band 230), Peter Lang: Berlin, 2016.

Mit dem Band ‚Small Language, What Now …?‘ beabsichtigen die Herausgeber die Aufmerksamkeit auf die Einheit von Lehre und Forschung im Humboldtschen Sinne zu lenken. Den Kern des Studienbandes bilden die Vorträge der gleichnamigen Konferenz, in denen die ausgewogene Wechselwirkung von Theorie und Praxis eindeutig verwirklicht wird. Im Mittelpunkt der einzelnen Studie steht der funktional-kognitive Ansatz, der in der ungarischen Linguistik tief verwurzelt ist. Die Aufdeckung des Funktionierens der sogenannten "kleinen Sprachen" bietet eine unerschöpfliche Schatzkammer für die Forschung. Der Aufbau einer nicht indo-europäischen Sprache sichert einen äusseren Beobachtungspunkt, von dem sich das dynamische Zusammenspiel von Funktion und Struktur unbefangen beschreiben lässt. Die auf den Grundlagen der Konferenzvorträge basierenden Aufsätze werden mit weiteren, themenspezifischen Studien von Experten dieses Gebietes ergänzt.

 

Signaturen des GeschehensZoltán Kulcsár-Szabó – Csongor Lőrincz (Hg.): Signaturen des Geschehens. Ereignisse zwischen Öffentlichkeit und Latenz. Bielefeld: transcript, 2014. [Inhalt & Einleitung]

Wie hängt der Ablauf jeglichen Ereignisses mit der Struktur einer Öffentlichkeit zusammen? Welcher strukturelle Unterschied besteht zwischen dem öffentlichen und verborgenen, unbemerkten oder nachträglich erkannten Ablauf eines Ereignisses?
Die Beiträge des Bandes zeigen: Wenn ein Geschehen gerade dadurch zum Ereignis wird, dass es öffentlich wird, umfasst die jeweilige Struktur der Öffentlichkeit all die medialen Bedingungen, unter denen ein Geschehen überhaupt als Ereignis erscheint. Andererseits wird das Geschehen gerade dadurch zum »Ereignis«, dass es über die bisherigen Grenzen, Gewohnheiten, Regeln der Öffentlichkeit hinausgeht – dass es also die Struktur der Öffentlichkeit umformt.

 

Abb.: Kadmos Verlag
Csongor Lőrincz (Hg.): Zwischen Pygmalion und Gorgo. Die Gegenwart des Bildes in der Sprache. Berlin: Kadmos, 2013. [Inhalt]

Dieser Band formuliert für die Bilddiskussion Angebote, die die bildliche Deixis grundlegender mit der Zeitlichkeit, besser: Ereignishaftigkeit verbinden, als das meistens der Fall ist.

Bildbegriffe eines Nietzsche oder Heidegger haben das bildliche Ereignis zwischen Entbergen und Verbergen situiert, und zwar nicht nur von einem perzeptiven Wahrnehmungsmodell, sondern wiederum von deren Geschehenscharakter her.

Diese gedankliche Linie verknüpft sich bei Derrida mit dem Konzept einer nicht-graphischen Inskriptionalität (der »Spur«). Die Spur des Bildes wird von einem Ereignis – des Sichtbarwerdens selbst – eingeschrieben, zugleich verharrt sie in einer Latenz, dabei die bildliche Deixis subvertierend.

In dieser Latenz des Visuellen verweist die Spur auf ein Rauschen von Geschehen und ihren Kräften, die die Energie des Bildes initiieren, diese zugleich jedoch auf unsichtbare Weise durchkreuzen. Intrikat werden diese Zusammenhänge im sprachlich-textuellen Medium und seinen »Bildern« als materiellen sowie immateriellen Konstellationen von virtuellen (sprachlichen) Ereignissen – zwischen Verlebendigung (Phänomenalität) und Spurwerdung (Materialität).

Über Oppositionen von Leben und Nichtleben, Animierung und Abtöten hinaus interessiert hier das (textuell-mediale) Bild als das Medium eines genuinen Überlebens. Hierbei steht die Rolle der textualisierten Sprache im Vordergrund, da im genannten Medium das Lesen entscheidend wird.

In diesem Sinne versteht sich der vorliegende Band vor allem als einen Betrag zu dem noch sicherlich nicht ausgeschöpften Thema »Lesen der Bilder«.

 

Ereignis LiteraturCsongor Lőrincz (Hg.): Ereignis Literatur. Institutionelle Dispositive der Performativität von Texten. Bielefeld: Transcript, 2011. 495 Seiten. [Inhalt]

Literatur in ihrer fixierten textuellen Form ist das Produkt von Kulturtechniken, deren interpretative Dimension in diesem Band analysiert wird. Die Techniken der Autorisierung und Lesbarmachung von Texten in der literarischen Kommunikation sind auch als Institutionen aufzufassen, deren historische, kulturelle, mediale und öffentlichkeitsbedingte Kontexte in diesem Buch befragt werden. Die Beiträge zeigen: Die von den Texten simulierten wie von der Rezeption aktivierten institutionellen Dispositive und Kulturtechniken reagieren auf latente, materielle und immaterielle Brüche in den Texten, die ihnen von (virtuellen) Geschehen und Ereignissen geschichtlicher und sprachlicher Art zugefügt wurden.